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Jugendliche im Freizeitarrest

Eine empirische Untersuchung zu pädagogischem Anspruch und strafrechtlicher Wirklichkeit

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Bernhard Bruns

Jugendliche, die im Freizeitarrest einsitzen, erleben häufig den Arrestverlauf als negativ und entwürdigend. Die kriminalpolitischen Ziele werden überwiegend nicht erreicht. Statt dessen verstärken sich durch diese Massnahme häufig die massiven Ängste und Aggressionen der Jugendlichen. Bei einem grossen Teil der Einsitzenden bestehen Sozialisationsdefizite, die sozialpädagogische Hilfen dringend erforderlich machen. Im empirischen Teil dieser Arbeit stehen im Mittelpunkt des Interesses: die Wirkung des Freizeitarrestes auf die Jugendlichen, die defizitäre Praxis im Hinblick auf Dauer und Ablauf des Verfahrens, Fremdbild und Selbstbild über die affektiven und sozialen Probleme dieser Jugendlichen.
Aus dem Inhalt: U.a. Das Dilemma von Anspruch und Wirklichkeit im Freizeitarrest - Der strafrechtliche Erziehungsbegriff des JGG's - Soziale und affektive Probleme in der Selbst- und Fremd- beurteilung - Kriminalität als Folge von Alkoholkonsum - Das Ver- hältnis von Straftaten, Gerichtsurteilen, Strafrückfälligkeit und Alterungsprozess der Jugendlichen.