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Familie in Kafkas Schreiben

Biographische Situation und literarische Verarbeitung

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Özlem Firtina

Die problematische Wechselbeziehung zwischen Leben und Werk bei Kafka ist eng mit der Familienthematik verbunden. Die Familie ist ein zentraler autobiographischer Kontext in Kafkas Schreiben. Obwohl Kafkas Leben als ein zentraler Aspekt in der Kafka-Forschung gilt, ist die Familie als ein immer wiederkehrendes Thema im Werk und als ergänzender Teil der Biographie Kafkas in der bisherigen Kafka-Forschung noch wenig untersucht worden. Diese Studie wendet sich der Familie als Thema in Kafkas Schreiben aus neuer Perspektive zu: Anhand der kritischen biographischen Methode werden Kafkas Darstellungen von Familie in seinem Werk über das Biographische hinaus auf ihre Bedeutungen hin untersucht. Als Verarbeitung und literarische Auseinandersetzung mit dem Leben und vor allem mit der Erfahrung in der Familie darf Kafkas Werk aber mit seinem Leben nicht gleichgesetzt werden. Kafkas persönliche familiäre Erlebnisse haben Modellfunktion für die Familienthematik in seinem Werk. So stellt der Bereich Familie in Kafkas Werk eine vom Autor produzierte fiktive Welt dar.
Aus dem Inhalt: Die (patriarchalische) Familie in soziologischer Sicht – Kafkas Beziehung zur Familie – Die Auseinandersetzung Kafkas mit dem Vater in Brief an den Vater – Die Familienthematik in Kafkas Werk unter Berücksichtigung der problematischen Wechselbeziehung zwischen Leben und Werk – Die Junggesellenexistenz bzw. das Problem der Familiengründung im Frühwerk – Das Vaterproblem in der Familie und das Jahr 1912 – Die Familie in Der Process und Kafkas Beziehung zu Felice Bauer im Jahr 1914 – Das Familienbild in Landarzt-Erzählungen und Kafkas Krankheit im Jahr 1917 – Das patriarchalische Vaterprinzip in der Schlossgesellschaft in Das Schloss – Das Familienbild in Künstlergeschichten und die letzten Lebensjahre Kafkas – Kafkas Werk als Phantasie und Fiktion.