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Der Unilateral Contract

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zwischen dem englischen und US-amerikanischen Recht und dem deutschen Recht

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Cornelia Wendel

Der Unilateral Contract ist ein spezielles Rechtsinstitut des englischen und US-amerikanischen Rechts: Er ist ein zweiseitiger Vertrag über einen Leistungsaustausch, bei dem sich nur eine der Parteien zur Leistung verpflichtet. Damit scheint er weder in die vertragsrechtliche Dogmatik noch in den Rechtsalltag zu passen. Für tot erklären oder in ein Kuriositätenkabinett verweisen lässt er sich – trotz entsprechender Versuche der Rechtswissenschaft – jedoch nicht. Der Unilateral Contract ermöglicht einen interessanten Blick in die historische Werkstatt des Common Law und dessen vertragsrechtliche Besonderheiten, die bis heute fortwirken. So erschließt sich auch, warum es ein dem Unilateral Contract unmittelbar entsprechendes Rechtsinstitut im deutschen Recht nicht gibt. Bei der Lösung praktischer Fälle kommen beide Rechtssysteme aber auf unterschiedlichen Wegen letztlich doch zu ganz ähnlichen Ergebnissen.
Aus dem Inhalt: Why unearth the decaying corpse? – Der Unilateral Contract im englischen und US-amerikanischen Vertragsrecht und seine Rolle in der historischen Entwicklung des Common Law Vertragsrechts – Gegenstücke zum Unilateral Contract im deutschen Recht (mit historischem Hintergrund) – Die Fallgruppen – Der Unilateral Contract als Sonderfall der vertraglichen Risikoverteilung – Exit: The bearded lady.