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Es wird zwei Deutschlands geben

Zeitgeschichte und Sprache in Nachkriegsdeutschland 1945-1949

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Horst Dieter Schlosser

In dieser Untersuchung werden die historischen Fakten der Jahre 1945-1949 unter dem Aspekt des zeitgenössischen Sprachgebrauchs analysiert. Dabei erweist sich, dass die offizielle wie die inoffizielle Sprache oft genug eine bewusstseinslenkende Funktion vor aller Realität hatte, nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit dem untergegangenen NS-Regime und mit der Entstehung der politisch-ideologischen Spaltung. Mit den offiziellen Sprachen wird die in Ost und West allmählich auseinanderdriftende Alltagskommunikation, auch in der Bewältigung der Nachkriegsnot, kontrastiert. So entsteht ein umfassendes Bild dieser Zeit und der in ihr beschlossenen sprachlichen wie mentalen Grundlegung der Teilung der Deutschen in zwei verschiedene Kommunikationsgemeinschaften.
Aus dem Inhalt: Der sprachliche Untergang des Deutschen Reiches – Offizielle und private Reaktionen auf den Systemwechsel – Gegensätzliche Interpretationen von «Demokratie» und staatlicher Einheit – Alltagsnöte und Überlebensstrategien – Der Weg zur deutschen Zweistaatlichkeit.