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Herrschaft und Politik im Frühen Mittelalter

Ein historisch-anthropologischer Essay über gesellschaftlichen Wandel und Integration in Mitteleuropa

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Przemyslaw Urbánczyk

Dieses Buch gliedert sich in zwei Hauptteile. Der erste ist den theoretischen Voraussetzungen gewidmet, die in Forschungen zum Frühen Mittelalter Anwendung finden sollen. Diese Konzeptionen erleichtern das Verständnis der Prozesse im nordöstlichen Teil des Kontinents zwischen dem Zerfall jenes Europa, das von der militärischen und wirtschaftlichen Macht des Römischen Kaiserreichs dominiert war, und dem Entstehen eines durch die universalistische Idee des Christentums ‘vereinten’ Europa. Der zweite Teil enthält Texte, die den Nutzen des anthropologischen Ansatzes bei der Darstellung ausgewählter Probleme demonstrieren sollen. Diese stehen im Zusammenhang mit der Herausbildung der geopolitischen Struktur, die den expansiven Staat unter der Führung der polnischen Dynastie der Piasten prägten. Dabei handelt es sich natürlich nur um eine Auswahl, die jedoch die ertragreichen Möglichkeiten aufzeigt, die sich aus der theoretischen Bereicherung des historischen Forschungsapparats ergeben.
Aus dem Inhalt: Jagd nach der Vergangenheit – Frühmittelalterliche Staatswesen in anthropologischer Sicht (Ideologie, Wirtschaft, Militär, Politik) – Die Goten in polnischen Landen – Fremde Anführer bei den frühen Slaven – Christianisierung als ideologischer Konflikt – Der hl. Adalbert auf der politischen Landkarte Mitteleuropas.