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Franz Ungler: Zur antiken und neuzeitlichen Dialektik

Series:

Michael Höfler and Michael Wladika

Dieser Band umfaßt alle Aufsätze des Wiener Philosophen Franz Ungler.
Zur antiken Dialektik: Die Bestimmung der Freiheit durch Aristoteles enthält, daß er einerseits die Unvergleichlichkeit menschlicher Freiheit mit entelechialer Notwendigkeit sieht, andererseits das telos menschlicher Praxis in der eudaimonia analog dem natürlich Seienden ansetzen möchte. So ist Aristoteles in die Dialektik des Freiheitsbegriffes eingestiegen; allein diese ist von ihm nicht so betrachtet worden, daß sie systematische Gestalt annehmen konnte.
Zur neuzeitlichen Dialektik: Neuzeitliche Transcendentalphilosophie hat den im Begriff der Freiheit implizierten Anfang des philosophischen Systems als solchen gesetzt. Das bedingt ihrer selbst bewußte Dialektik, die sieht, daß das Prinzip des zu vermeidenden Widerspruchs den daseienden Widerspruch voraussetzt. Versuche, Freiheit als sogenannten widerspruchsfreien Begriff zu fassen, sind Bestrebungen, vor der Konkretheit ihres Begriffes in abstrakte, ideologische Vorstellungen zu flüchten.
Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der bestimmten Negation in Hegels Wissenschaft der Logik – Zu Fichtes Theorie des Gewissens – Das Wesen in der Jenaer Zeit Hegels – Die Dialektik der Aristotelischen Freiheitsdefinition – Ontologie und Transcendentalphilosophie – Zum Freiheitsbegriff Hegels – Die Kategorie Widerspruch – Rezension zu Henning Ottmann: Individuum und Gemeinschaft bei Hegel – Rezension zu Wolfgang Janke: Historische Dialektik – Rezension zu Heimo Hofmeister: Wahrheit und Glaube.