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Geschichte und Geschichten

Die Kinder- und Jugendliteratur und das kulturelle und politische Gedächtnis

Series:

Gabriele von Glasenapp and Gisela Wilkending

In diesem Band geht es vornehmlich um den historischen und gegenwärtigen Ort der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) im «kulturellen Gedächtnis», wobei insbesondere Aspekte der Identitätsbildung, der Überlieferung und der Traditionsbildung ins Auge gefasst werden. Die Aufsätze dieses Bandes akzentuieren dabei unterschiedliche Dimensionen des Symbol- und Handlungssystems der KJL: den kindlichen oder jugendlichen Leser, den Autor, den Text (und das Bild) sowie Aspekte der Literaturpolitik und der mehr oder weniger institutionalisierten literarischen Vermittlung. Sie nehmen Opfer- und Täterperspektiven in den Blick; dabei umfasst der nationale Referenzrahmen neben Österreich und Deutschland auch die Niederlande und Belgien sowie die USA.
Aus dem Inhalt: Gabriele von Glasenapp: «Was ist Historie? Mit Historie will man was». Geschichtsdarstellungen in der neueren Kinder- und Jugendliteratur – Maria Rutenfranz: «Hannibal beniest es». Aufstieg und Fall des antiken Feldherrn in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur – Holger Zimmermann: Adoleszenz in Antike und Mittelalter? Die Funktion der Identifikationsfigur in der geschichtserzählenden Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart – Rüdiger Steinlein: Die Geschichtserzählung in der Kinder- und Jugendliteratur der SBZ/DDR. Zur Programmatik und literarischen Praxis – Hans-Heino Ewers: Zwischen geschichtlicher Belehrung und autobiographischer Erinnerungsarbeit. Zeitgeschichtliche Kinder- und Jugendliteratur von Autorinnen und Autoren der Generation der Kriegs- und Nachkriegskinder – Hans-Heino Ewers: In die eigene Kindheit zurücksinken. Kinder- und Jugendliteratur als Medium einer (erwachsenen) Erinnerungskultur – Caroline Gremmel: Auf der Suche nach der eigenen Familiengeschichte. Neue zeitgeschichtliche Familien- und Generationenromane – Michael Wermke: Cold and Hot Memory: Remembering the Holocaust in Young People’s Literature – Piet Mooren: Auschwitz aus drei Perspektiven – Ernst Seibert: «Sprachliche Narben» - Von Käthe Recheis zu Elisabeth Reichart – Heike Deckert-Peaceman: ‘Stories’ über den Holocaust. Über das Verhältnis zwischen kulturellem und unterrichtlichem Narrativ – Annette Kliewer: Der naive Blick auf das Grauen: Der Holocaust aus Kindersicht – Irit Wyrobnik: Geschichte lernen durch Geschichten? – Yvonne Wolf: Fiktionale Welten gegen das Vergessen: Zum Verhältnis von Phantastik und Geschichte in Ralf Isaus Roman «Das Museum der gestohlenen Erinnerungen» – Ute Dettmar: «Schon dein Name ist furchtbar, und du selbst bist schrecklich». Räubergeschichten zwischen Geschichte und Mythos – Gundel Mattenklott: Texte und Bilder in Kinderbibeln und Bilderbüchern der Gegenwart.