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Die Nebenfiguren in Ulrichs von Zatzikhoven «Lanzelet»

"«iu enwirt mê niht geseit / von ir dewederem ein wort»</I> (V. 3674f.)

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Almut Münch

Vor gut 800 Jahren entstand einer der ersten «Bestseller» im aufblühenden deutschen Literaturbetrieb, der «Lanzelet» Ulrichs von Zatzikhoven. Unter seinen Zeitgenossen hoch geschätzt, viel zitiert und über Landesgrenzen hinaus bekannt, tat die frühe Literaturwissenschaft ihn jedoch als Trivialliteratur ab. Wie ungerechtfertigt dieses Urteil ist, zeigt der genaue Blick auf die Figurenbegegnungen im «Lanzelet», den diese Studie unter dem Fokus kultur- und vorstellungsgeschichtlicher Fragestellungen unternimmt. Sie rekonstruiert die subtile Mechanik des Erzählens zwischen Unterweisung und Unterhaltung am Beispiel der Nebenfiguren des Romans, mit denen der Autor vor seiner Leserschaft einen bunten Teppich der conditio humana und der biographischen Entwicklungsmöglichkeiten zwischen den Polen moralisch gut und schlecht ausbreitet.
Aus dem Inhalt: Werkbiogramm – Exploration des Kommunikationsrahmens des «Lanzelet»-Romans – Zusammenhang zwischen Erzählprogramm und Figuranalyse – In Familienstrukturen der Herkunftsfamilie eingebundene Narrationsfiguren in ihrer Beziehung zu Lanzelet – Gattinenfiguren Lanzelets – Figuren in mythischer Entourage in ihrer Beziehung zu Lanzelet – Figuren des Artushofes in ihrer Beziehung zu Lanzelet.