Show Less
Restricted access

Gesundheitsverhalten bei vererbbarem Darmkrebs HNPCC (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer)

Unter besonderer Berücksichtigung von Kontroll- und Kompetenzüberzeugungen- Eine sozialpsychologische Studie im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Forschungsprojekts «Familiärer Darmkrebs»

Series:

Sybille Höwer

Bei dem Krankheitsbild des vererbbaren Darmkrebs (HNPCC) handelt es sich um eine Erkrankung, deren psychosoziale Folgen für die Betroffenen und ihre Familien noch wenig erforscht sind. Gesundheitsverhalten im Falle von HNPCC bedeutet eine regelmäßige Teilnahme an einem speziellen Vorsorge- und Früherkennungsprogramm. Nehmen die HNPCC-Patienten und ihre Familienangehörigen, die zu einem humangenetisch/klinischen Beratungsgesprhumangenetisch/klinischen Beratungsgespräch kommen, auch tatsächlich die ihnen empfohlenen Vorsorgemaßnahmen in Anspruch? Zusätzlich interessierte die Fragestellung nach dem Einfluss der Kontroll- und Kompetenzerwartungen und hier besonders der Einfluss der Selbstwirksamkeit, die gerade bei Gesundheitsverhalten im Allgemeinen eine wesentliche Rolle zu spielen scheint. Allerdings weisen die Ergebnisse darauf hin, dass dies für die erbliche Erkrankung HNPCC nicht unbedingt zutrifft. Es wurde ebenfalls deutlich, dass die Beratung in ihrer jetzigen pathogenetischen Orientierung nicht dazu führt, das Vorsorgeverhalten der Ratsuchenden maßgeblich zu verändern. Deshalb liegt die Schlussfolgerung nahe, bei zukünftigen Beratungen mehr die salutogenetische Sichtweise zu betonen, um die Ratsuchenden besonders in ihrer Selbstwirksamkeitserwartung zu unterstützen.
Aus dem Inhalt: Familiärer Darmkrebs (HNPCC) – Gesundheit und Gesundheitsverhalten – Modelle des Gesundheitsverhaltens – Gesundheitsverhalten bei HNPCC – Handlungstheoretisches Partialmodell der Persönlichkeit von Krampen – Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen bei HNPCC.