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Die zivilrechtliche Haftung für Raucherschäden

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Nina Fürer

Mit der Inhalation von Tabakrauch sind sowohl für Aktiv- als auch für Passivraucher eine Vielzahl von Gesundheitsrisiken verbunden. Auf der Grundlage der Haftungsvoraussetzungen im Bereich der Produkthaftung wird eine mögliche Ersatzfähigkeit von Schädigungen untersucht, die auf dem Genuß von Tabakwaren beruhen. Schwerpunkt der Bearbeitung ist dabei der Versuch einer geeigneten dogmatischen Einordnung der Abgrenzung zwischen Produktverantwortung des Herstellers und Eigenverantwortung des Verbrauchers. Die Autorin kritisiert die von der Rechtsprechung vorgenommene Behandlung dieser Problematik auf Ebene des Haftungstatbestands unter dem Kriterium der Offensichtlichkeit der Produktgefahr und erläutert die Schwierigkeiten eines Kausalitätsnachweises im Bereich multikausal verursachter Schädigungen. US-amerikanische Literatur und Rechtsprechung zur «tobacco litigation» werden rechtsvergleichend in die Wertung einbezogen.
Aus dem Inhalt: Die gesundheitsschädigende Wirkung von Tabakrauch – Haftungsvoraussetzungen der deliktischen Produkthaftung sowie der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz – Dogmatische Überlegungen zum Verhältnis von Eigen- und Fremdverantwortung im Haftungsrecht – Die Maßgeblichkeit der Verbrauchererwartung für den Fehlerbegriff – Der Kausalitätsnachweis bei einer Vielzahl möglicher Verursachungsbeiträge – Rechtsvergleich mit US-amerikanischen Haftungsprinzipien und Lösungsansätzen der dortigen Literatur und Rechtsprechung.