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Sicherheits- und Gesundheitsschutz durch die Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit und die Rolle des Betriebsrates

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Anke Habich

Das BVerfG hat bereits 1992 betont, dass Nachtarbeit grundsätzlich für jeden Menschen schädlich ist. Zudem kann auch Schichtarbeit gesundheitsschädliche Beeinträchtigungen bei den Beschäftigten verursachen. Zugleich fungiert die Arbeit zur Nachtzeit oder in Schichten als verstärkender Faktor im Zusammenhang mit weiteren arbeitsbedingten Belastungsfaktoren. Eine Reduzierung dieser arbeitsbedingten Belastungen kann durch eine entsprechende Gestaltung der Arbeitsbedingungen erreicht werden. Dementsprechend werden in dieser Arbeit die nationalen gesetzlichen Anforderungen zur Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit dargestellt. Da die nationalen Regelungen in verschiedener Hinsicht nicht den Mindeststandards der Arbeitszeitrichtlinie entsprechen, ist eine richtlinienkonforme Auslegung des gesamten nationalen Rechts erforderlich. Dabei wird die Integration des Arbeitszeitrechts ins Arbeitsschutzrecht verdeutlicht. Im Anschluss werden die verschiedenen Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung dargestellt, wobei die Beteiligungsrechte des Betriebsrates den Schwerpunkt der Untersuchung bilden.
Aus dem Inhalt: Nacht- und Schichtarbeit aus arbeitswissenschaftlicher Sicht – ILO-Übereinkommen über Nachtarbeit – RL 93/104/EG als Baustein im europäischen Sicherheits- und Gesundheitsschutz – Artt. 12 Nr. 1 und 13 der RL 93/104/EG – Nationale Regelungen zum Schutz der Nacht- und Schichtarbeitnehmer - zugleich eine Untersuchung zur Umsetzung der Artt. 12 Nr. 1 und 13 RL 93/104/EG – Rechtsdurchsetzung der Arbeitszeitgestaltung durch die Arbeitsschutzbehörden – Individualrechte der Beschäftigten – Beteiligung des Betriebsrates.