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Kunstorte

Kultursoziologische Überlegungen zu einer Kartographie des Kunstgeschehens

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Jennifer Nigg

Kunstorte unterscheiden sich von anderen Orten durch die Art ihrer sozialen Güter, wobei der Blickwinkel immer auch Teil des Ortes ist. Ateliers, Galerien, Museen, Kunsthallen, alternative Räume und der öffentliche Raum als Beherberger von Kunst bieten ein weites Spektrum von interessanten Stellungnahmen ausgewählter Interviewpartner. Darauf aufbauend folgen Überlegungen zur speziellen Selektion, zur Platzierung und zu Exklusion/Inklusion, die sich an jedem Kunstort wieder anders darstellen. Gleichsam eine kleine Phänomenologie des Sozialverhaltens am Kunstort stellen die Betrachtungen der Elemente an Kunstorten dar: einfühlsame Beobachtungen und Reflexionen zum Mikro-Geschehen an Kunstorten wie man sie so noch nicht lesen konnte.
Aus dem Inhalt: Soziale Umgebung des Kunstwerks – Tertium datur – Raumsoziologie – Theorien alltäglichen Bewegungshandelns – Phänomenologie des Berührtwerdens durch Fremdheit – Strukturalistische und poststrukturalistische Denkmotive – Grounded Theory – Verstehendes Interview – Kartographie – Kursorischer Aufriss von Charakteristika moderner Gesellschaften – Postmoderne-Debatte – Dominanz der Erfahrung artifizieller Lebenswelt im 20. Jahrhundert – Kunstsoziologie Jan Mukarovskys – Identitäten – Verstrebungen: Politik, Ökonomien – Kunstorte – Orte und Kunst: Die Aufladung der Artefakte – Mikro- und Makroebene soziologischer Forschung – Konsequente Einführung raumsoziologischer Kategorien in die Kunstsoziologie.