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Zweisprachigkeit im paraliturgischen Text des Mittelalters

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Gabriele Kaps

Die Arbeit stellt die Belege für textuelle Zweisprachigkeit im paraliturgischen Text chronologisch zusammen und versucht, die ästhetisch-stilistische Komponente, die aus dem Kontrast zwischen dem romanischen Vernakular und der Schriftsprache Latein resultiert, anhand einer Detailinterpretation der einzelnen Zeugnisse zu deuten. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Analyse der Zweisprachigkeit im geistlichen Spiel des Mittelalters. Neben den Theaterstücken werden weitere paraliturgische Texte wie die Laudes regiae von Soissons und andere religiöse Lieder, wie die für ihren rätselhaften Refrain berühmte Alba bilingue von Fleury, einer genauen Interpretation unterzogen. Für die Alba bilingue wird im Rahmen der Untersuchung ein neuer Deutungsansatz im Kontext des benediktinischen Stundengebetes vorgeschlagen und diskutiert.
Aus dem Inhalt: Aspekte der Verschriftlichung der romanischen Volkssprachen – Zweisprachigkeit im paraliturgischen Text des Mittelalters: Laudes regiae von Soissons, Alba bilingue von Fleury, Cantique de l’Annonciation: mei amic e mei fiel – Zweisprachigkeit im geistlichen Spiel des Mittelalters: Sponsus, Hilarii Ludi, Ludus Danielis Belouacensis, Ludus Paschalis von Origny-Sainte Benoîte.