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Rationales Herdenverhalten im Licht der Marktversagenstheorie

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Eva Ackstaller

Herdenverhalten wird häufig mit einem Bild von Lemmingen assoziiert, die einander blind folgen und schließlich die Klippen hinabstürzen. Im übertragenen Sinn lassen sich solche Situationen unter anderem an der Börse beobachten, wo der Erfolg einzelner Anleger andere Investoren zu ähnlichen Geschäften ermuntert – wodurch diesen nicht selten dramatische Verluste entstehen. Da Herdenverhalten also fatal enden kann, scheint es einer rationalen Grundlage zu entbehren. Dass Herdenverhalten aber durchaus mit Rationalität zu vereinen ist, zeigt diese Arbeit anhand verschiedener Modelle. Allerdings ergibt die Analyse, dass es infolge von Imitation trotz des individuell rationalen Verhaltens zu erheblichen Fehlfunktionen des Marktes kommen kann. Daher werden auch Möglichkeiten zur Vermeidung der potenziellen Ineffizienzen untersucht, deren praktische Umsetzung jedoch pessimistisch zu beurteilen ist.
Aus dem Inhalt: Herdenverhalten – Rationalität – Marktversagen – Staatseingriffe – Payoff-Externalitäten – Netzwerk-Effekte – Bank Runs – Informations-Externalitäten – Informationskaskaden – Sorge um Reputation.