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Hoheitsrechtliche Streitigkeiten zwischen den Kölner Erzbischöfen und der Stadt Köln auf Grundlage reichskammergerichtlicher Verfahren des 16. und 17. Jahrhunderts

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Kathrin Dirr

Gegenstand der Untersuchung ist die Rechtsstellung der Stadt Köln gegenüber den Kölner Erzbischöfen. Zu diesem Zweck werden anhand reichskammergerichtlicher Verfahren des 16. und 17. Jahrhunderts die Streitpunkte der Parteien aufgezeigt und einer inhaltlichen Analyse unterzogen. Es wird ein Überblick über das in den zugrundegelegten Verfahren streitige Vorbringen der Parteien für und gegen die reichsunmittelbare Stellung der Stadt gegeben. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage nach der Jurisdiktionshoheit im Kölner Burgbann. Die Rechtsauffassung des Reichskammergerichts wird anhand von Urteilen und Mandatsbefehlen herausgearbeitet. Obwohl die Argumentation der Erzbischöfe stets in sich schlüssig und überzeugend, die der Stadt hingegen zum Teil widersprüchlich war, erkannte das Reichskammergericht die reichsunmittelbare Stellung der Stadt und deren Jurisdiktionsgewalt im Kölner Burgbann an.
Aus dem Inhalt: Die Rechtsstellung der Stadt Köln gegenüber den Kölner Erzbischöfen – Das «Reichsstadtprivileg» Kaiser Friedrich III. – Huldigung und Einreiten – Die Reichsstandschaft der Stadt Köln und ihre Eintragung in die Reichsmatrikel – Die städtische Teilnahme an den Kreistagen – Die städtische Autonomie – Der «Große Schied» als Urkundenbeweis – Rekonstruktion der reichskammergerichtlichen Rechtsauffassung – Jurisdiktionsstreitigkeiten im Kölner Burgbann – Territoriale Zugehörigkeit des Kölner Burgbannes – Die Hoheit über die örtlich zuständigen Gerichte.