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Bankhaftung für Kreditauskünfte im deutschen und französischen Recht

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Frauke Stuphorn

Heute gehört die Erteilung von Kreditauskünften zum täglichen Geschäft der Banken. Ist die Auskunft unrichtig, ist eine Haftung aus Vertrag und Delikt denkbar. Diese Arbeit stellt die unterschiedliche dogmatische Einordnung dieser Frage im deutschen und französischen Recht dar und nimmt eine nähere Konkretisierung der Haftungsvoraussetzungen vor. Überraschend sieht sich die vertragliche bzw. vertragsähnliche Haftungseinordnung bestätigt durch die Diskussion zur contractualisation im französischen Recht. Im Ergebnis ist der stillschweigende Auskunftsvertrag die dogmatisch richtige Haftungsgrundlage. Ein Rückgriff auf eine vertragsähnliche Sonderverbindung im Sinne des § 311 Abs. 3 BGB ist nur in einem Ausnahmefall erforderlich – der zweckbestimmten Bonitätsbescheinigung.
Die Autorin: Frauke Stuphorn wurde 1970 in Dortmund geboren. 1991 begann sie an der Universität zu Köln das Studium der Rechtswissenschaften, welches sie 1996 mit dem Ersten juristischen Staatsexamen beendete. Anschließend absolvierte sie ihr Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf, das sie 1999 mit dem Zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. 2004 folgte die Promotion an der juristischen Fakultät der Universität zu Köln. Die Autorin ist zurzeit als Senior Bankjuristin in der Rechtsabteilung einer Bank tätig.