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Schreibvariation – Sprachregion – Konfession

Graphematik und Morphologie in österreichischen und bayerischen Drucken vom 16. bis ins 18. Jahrhundert

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Paul Rössler

Die Frühneuhochdeutsch-Forschung hat sich im letzten Jahrzehnt besonders auf die Epochenschwelle vom Spätmittelalter zur beginnenden Neuzeit konzentriert. Über das jüngere Frühneuhochdeutsch des 16. bis 18. Jahrhunderts gibt es weniger Arbeiten. Sie widmen sich vor allem dem mittel- und norddeutschen Raum, dessen Varietäten in der frühen Neuzeit allmählich Vorbildfunktion erhielten und schließlich die neuhochdeutsche Schriftsprache geprägt haben. Eine Studie, die den größeren historischen Rahmen von der Reformation bis zur Aufklärung im Südosten des deutschen Sprachraumes umfasst, fehlte bisher. Diese Lücke in der Frühneuhochdeutsch-Forschung versucht diese Arbeit im Bereich der Graphematik und Morphologie gedruckter Texte zu schließen. Der empirische Befund lässt eine schreibregionale Eigenentwicklung des bayerisch-österreichischen Raumes erkennen, die phasenweise konfessionell gekennzeichnet ist.
Aus dem Inhalt: Forschungslage – Korpusauswahl – Methodik – Analyse der Schreibung von Vokalen und Konsonanten – Schreibvariation in der Flexionsmorphologie – Entwicklungsstränge in der Schreibung der untersuchten Drucke – Sprachinterne und sprachexterne Ursachen – Anhang mit Quellentextverzeichnissen und biografischen Daten zu den Autoren.