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Wissen und inferentielles Denken

Zur Analyse und Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen

Series:

Gerhard Minnameier

Wenn Wissen nicht lediglich vorgefunden, sondern vom erkennenden Subjekt konstruiert wird, dann muss es – ausgehend vom jeweiligen Vorwissen – erschlossen werden. Das ist die zentrale These dieses Buches. Sie führt weiter zu der Frage, wie die (Teil-)Prozesse der Wissenserschließung und ihre Logizität zu rekonstruieren sind. Hierzu wird insbesondere auf die Erkenntnistheorie von Charles S. Peirce und seine Differenzierung von Abduktion, Deduktion und Induktion zurückgegriffen. In didaktischer Hinsicht wird damit eine systematische Rekonstruktion des Lernprozesses vorgelegt, wie sie seit den Anfängen der Lehr-Lern-Forschung gefordert, aber nie entwickelt worden ist. Auf dieser Basis lassen sich nicht nur Fragen des Wissenserwerbs und der Wissensanwendung, sondern auch Lehr-Lern-Prozesse systematisch analysieren und gestalten, was anhand einschlägiger Beispiele gezeigt wird.
Aus dem Inhalt: Die Fragestellung und ihre lehr-lern-theoretische Relevanz – Die Genese und Dynamik komplexer kognitiver Strukturen als paradigmatischer Rahmen für die Analyse von Lehr-Lern-Prozessen – Die Peirce’sche Erkenntnislogik als inferentielle Theorie des Wissenserwerbs – Der Wissensbegriff im Lichte der inferentiellen Triade – Inferenzen im Kontext der Wissensanwendung – Komplexere Formen der Wissenserschließung im Rahmen hierarchisch organisierter Wissensstrukturen – Vom Lernen zum Lehren - methodische Konsequenzen und Analysen – Fallstudie empirischer Gruppenlernprozesse zum wirtschaftsinstrumentellen Rechnungswesen.