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Verkehrspflichten und Handlungsfreiheit des «Schädigers»

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Olaf Daniel Pick

Auf dem Gebiet des Vertragsrechts wird seit langem lebhaft darüber diskutiert, inwieweit die zunehmende Beschränkung der Vertragsfreiheit gerechtfertigt ist. Für das Deliktsrecht hat sich eine diesbezügliche Diskussion erst ansatzweise entwickelt, obwohl sich auch dieser Bereich durch eine zunehmende Beschränkung der Handlungsfreiheit des potentiellen Schädigers auszeichnet. Die bedeutendste Rolle in dem Prozess der zunehmenden Haftungsverschärfung kommt dabei den Verkehrspflichten zu, deren Verhaltensgebote und -verbote heute nahezu alle Lebensbereiche erfassen. Dieser Arbeit liegt deshalb die Frage zugrunde, ob und inwiefern die Handlungsfreiheit des potentiellen Schädigers im ausufernden System der deliktischen Verkehrspflichten ausreichende Berücksichtigung findet.
Aus dem Inhalt: Der Schutz des «Geschädigten» und des «Schwächeren» im Wandel der Zeit – Die Dogmatik der Verkehrspflichten im BGB – Das «bewegliche» System der Verkehrspflichten – Steuerungswirkung der Verkehrspflichten und Handlungsfreiheit – Sicherung der Handlungsfreiheit durch Versicherungen – Sicherung der Handlungsfreiheit durch Ausschluss und Beschränkung der Haftung – Grundprinzipien und Wertungskriterien im beweglichen System der Verkehrspflichten und im modernen Vertragsverständnis.