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Rentenreform, Kapitalmarkt und Wirtschaftsentwicklung in Chile

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Marc-Dietmar Hein

Aus dem finanziellen Gleichgewicht geratene Umlagerentensysteme werden heutzutage für viele Länder zur schweren Bürde: Die Reformierung der Altersvorsorge ist ein brisantes Thema. Chile war 1981 das erste Land der Welt, das seine defizitäre Rentenversicherung radikal auf sehr weitgehende Kapitaldeckung umgestellt hat. Die Erfahrungen des südamerikanischen Landes mit dieser Alternative sind somit von erheblichem Interesse. Im Kontext der von der Militärregierung unter Augusto Pinochet angestrengten liberalen Wirtschaftspolitik analysiert diese Studie die makroökonomischen Auswirkungen der Reform, insbesondere auf den Finanzmarkt, die Staatsfinanzen und die gesamtwirtschaftliche Investitionstätigkeit. Welche Rolle spielt das chilenische Rentenmodell in der dynamischen Wirtschaftsentwicklung des Landes? Sein übergeordneter sozialer Zweck wird dabei jedoch nicht aus den Augen verloren: Gewährleistet es die Versorgung der Menschen mit einem hinreichenden Ersatzeinkommen im Alter?
Aus dem Inhalt: Das chilenische Rentenmodell von 1981 – Das alte Rentensystem und seine Defizite – Entwicklungsstrategie der Militärregierung des Augusto Pinochet – Wirtschaftsliberalismus und seine Auswirkungen – Relevanz der Kapitalmarktregulierung – Eine lehrreiche Krise – Ein vorbildlich regulierter Kapitalmarkt – Pensionsfondskapitalstock und Finanzmarkt – Rentenreform und Staatsfinanzen – Das große Mißverständnis über den Zusammenhang zwischen Investitionen und Ersparnis – Rentenreform als Instrument der Wirtschaftspolitik: Wirksamkeit und Wünschbarkeit.