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Raketentechnik in Deutschland

Ein Netzwerk aus Militär, Industrie und Hochschulen 1930 bis 1945

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Ralf Pulla

Seit den 1920er Jahren etablierten sich die Themen Rakete und Raumfahrt weltweit als Projektionsfläche für technische und soziale Utopien. Das Waffensystem der ballistischen Fernrakete indes gehörte im Zweiten Weltkrieg zu den militärischen Entwicklungen des «Dritten Reiches». Die Arbeit untersucht neue Formen der Forschungsorganisation, die im Zuge der Raketenentwicklung bis 1945 in Deutschland entstanden sind. Der interdisziplinäre Charakter der Raketentechnologie bietet dabei die Möglichkeit, nach der Vernetzung von Militär, universitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen zu fragen. Schließlich zeigt ein Vergleich, welche Organisationsformen der Raketentechnik sich in der Sowjetunion und den USA abzeichneten – den Ländern also, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges den intensivsten Transfer von deutscher Rüstungstechnologie betrieben.
Aus dem Inhalt: Raumfahrt als Medium einer technischen Utopie – Die Rakete im Kalkül von Militär und Rüstungsplanung – Industrie und Raketensteuerungen – Hochschulen im Netzwerk der Raketentechnik – Raketentechnik in der Sowjetunion und den USA.