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Hans Werner Richter

Zum Prosawerk eines verkannten Schriftstellers

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Sebastian Mrozek

Hans Werner Richter gehört zu den wichtigsten Figuren des literarischen Lebens der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Er sicherte sich diesen Platz durch seine Arbeit in der berühmten Gruppe 47. Oft vergessen oder nur marginal wahrgenommen wird dagegen, dass er sich auch als freier Schriftsteller betätigte. Das Ziel dieser Arbeit ist, dieses Defizit auszugleichen und zugleich Interesse an Hans Werner Richters Prosawerk zu wecken. Seine neun Romane werden hinsichtlich ihrer thematischen und formalen Spezifik analysiert und interpretiert. Da die Erfahrungen und Erlebnisse aus der Zeit der NS-Diktatur Hans Werner Richters Engagement nach 1945 prägten, wird danach gefragt, inwiefern dies auch in seinen Romanen Ausdruck findet. Der Blick auf die Biografie Richters, die in dieser Arbeit ausführlich rekonstruiert wird, zeigt das besondere Wechselverhältnis zwischen historischer Wirklichkeit und deren Literarisierung. Hans Werner Richter tendiert in seinen Romanen zu einer Art Selbstrechtfertigung und sieht sich teilweise als Opfer geschichtlicher Prozesse. Zentral sind somit ebenfalls die Fragen nach der sozialen und politischen Determiniertheit des Individuums sowie den Grenzen seiner Freiheit.
Aus dem Inhalt: Biografisches Porträt – Hans Werner Richter und sein Habitus - sein Habitus - «Schreiben gegen die verstreichende Zeit» – Hans Werner Richter und seine Romane - Hans Werner Richters erzähltes Leben – Literarische Schlussbetrachtungen.