Show Less
Restricted access

Policy-Divergenz unter dem Einfluss globaler Märkte

Eine Analyse am Beispiel der Euro-Einführung und der WTO-Konferenz in Seattle

Series:

Fabian Fehrle

Die ökonomische Globalisierung erfordert von Nationalstaaten neue Antwortstrategien, um den Anforderungen globaler Märkte gerecht zu werden. In dieser Situation stehen einem Staat verschiedene Policy-Optionen zur Verfügung, die maßgeblich von Normen beeinflusst werden. Durch zwei Fallstudien wird belegt, dass Norm-Entrepreneure Normen ändern und zu einem Policy-Wandel beitragen können. Die Analyse des Wirkens von Norm-Entrepreneuren im Rahmen der WTO-Konferenz in Seattle zeigt, dass das Führen von Diskursen und Framing-Prozessen zentrale Methoden sind, um Normen zu stärken und mit neuen Themen zu verknüpfen. Des Weiteren macht die Analyse des Verhaltens der Bundesrepublik und Großbritanniens im Rahmen der Euro-Einführung deutlich, dass institutionelle Bedingungen und Identitäten Diskurse und Framing-Prozesse der Norm-Entrepreneure beeinflussen. Unterschiedliches Agieren von Norm-Entrepreneuren führt letztlich zu verschiedenen Antwortstrategien auf die Anforderungen der Globalisierung.
Aus dem Inhalt: Anforderungen der Globalisierung an Staaten – Policy-Wandel durch Norm-Wandel – Konstruktivismus als Theorie der Internationalen Beziehungen – Das Führen von Diskursen und Framing als Methoden von Norm-Entrepreneuren – Die Logik globaler Märkte und die Position der USA gegenüber Freihandel – Norm-Entrepreneure und die WTO-Konferenz von Seattle – Die Logik globaler Märkte und der europäische Währungsraum – Norm-Entrepreneure und die Euro-Einführung.