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Habitus der Prosodie

Die Bedeutung der Rekonstruktion von personalen Sprechstilen in pädagogischen Handlungskontexten

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Christiane Miosga

Diese Arbeit widmet sich der Frage, warum Personen ihr Sprechen unterschiedlich gestalten, warum sie ihren Sprechstil aufrechterhalten und unter welchen Umständen sie ihn verändern. Insbesondere Pädagogen sollten ihre prosodische Ausdrucksgestaltung reflektieren und effektiv verwenden. Für das Lernen und Lehren in diesem Bereich wird unter Beachtung soziolinguistischer, neuro- und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse eine Theorie zu Entstehung, Erhaltung und Abänderbarkeit des Sprechstils entwickelt: durch den Habitus (Bourdieu) der Prosodie entsteht eine automatisierte Gewohnheit; sie bleibt erhalten, solange kommunikative Effekte im sozialen Umfeld erzielt werden. Zur Veränderung bei Erwachsenen werden ein Modell zur Analyse und Reflexion des Sprechstils sowie Komponenten zur praktischen Anwendung in Gruppenseminaren zur Sprecherziehung bereitgestellt.
Aus dem Inhalt: Charakterisierung des personalen Sprechstils durch den Habitus der Prosodie – Entstehung, Verwendung und Veränderung des personalen Sprechstils – Parameter der Prosodie und kommunikative Funktionen – Modell zur Beobachtung und Interpretation personaler Sprechstile – Bedingungen zur Veränderung des personalen Sprechstils – Reflexion und Variation der Sprechgestaltung – Konsequenzen für die Sprecherziehung in der Lehramtsausbildung.