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Stoffe und Motive der polnischen Geschichte in der deutschen Erzählprosa des 19. Jahrhunderts

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Ewa Plominska-Krawiec

Diese Arbeit geht der Frage nach, inwiefern das Einsetzen von bestimmten Stoffen und Motiven der polnischen Geschichte in der deutschen Erzählprosa den im Laufe des 19. Jahrhunderts in Deutschland erfolgten Identitätsbildungsprozess förderte. Analysiert werden Romane, Erzählungen und Novellen bekannter Autoren wie Gustav Freytag, Heinrich Laube, Harro Harring oder Nataly von Eschtruth, aber auch heutzutage in Vergessenheit geratener, im 19. Jahrhundert jedoch wohlbekannter und gern gelesener Schriftsteller, wie zum Beispiel Julie Burow, Lucian Herbert, August Lewald, Marie von Roskowska oder Gregor Samarow. Im Rahmen der behandelten Stoffe vom Untergang der Adelsrepublik und dem Freiheitskampf der Polen – treten sowohl historische Persönlichkeiten, wie Tadeusz Kościuszko, der polnische König Stanisław August Poniatowski oder Emilia Plater und stereotype Gestalten, wie der lasterhafte Adlige, der leibeigene Bauer oder der konspirierende Pole, als auch Schlagworte Finis Poloniae oder Polen als Bollwerk motivisch auf.
Aus dem Inhalt: Zur Geschichte im literarischen Werk – Der Untergang der polnischen Adelsrepublik - stereotype Gestalten: der lasterhafte Adlige, der tugendhafte Bürger, der leibeigene Bauer – Gegen die Auflösung der Adelsrepublik - der Kościuszko-Aufstand 1794 – Tadeusz Kościuszko - der vorbildliche Freiheitskämpfer, der Aufstand 1794 als Revolution – Der polnische Freiheitskampf: der Novemberaufstand 1830, die Aufstände aus den Jahren 1846, 1848 und 1863 - stereotype Gestalten: der konspiriende Patriot, die mutige Amazone/schöne Polin.