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Spurensuche

Der Mediziner, Romancier, Kulturkritiker und Journalist Max Nordau in seiner Rolle als Kunstkritiker der Neuen Freien Presse

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Karola Dahmen

Kaum eine andere Figur der Jahrhundertwende war mit ihren kulturkritischen Publikationen so umstritten wie Max Nordau. Daß der in Paris ansässige Autor von Entartung (1892/93) auch als Kunstkritiker der Neuen Freien Presse tätig war, weiß kaum jemand. Zwanzig Jahre lang berichtete er im Alleingang über die großen Pariser Salonausstellungen, die gemeinhin nicht nur als Schauplatz avantgardistischer Schaffenskraft, sondern auch als Prüfstein zeitgenössischer Kunstkritik angesehen wurden. Letzteren bestand er, indem er als einer der ersten wahrnehmungstheoretisch argumentierenden Kunstkritiker seiner Zeit die Bühne der öffentlichen Kritik betrat und aus teils psychopathologischer, teils psychophysiologischer, teils soziologischer Perspektive Künstler, Kunstwerk, Rezipient und Kunstmarkt analysierte.
Aus dem Inhalt: Kunstkritik der Jahrhundertwende – Krise der Kunstkritik – Pariser Salonausstellungen von 1895-1914 – Geschichte der Begriffe Dekadenz, Entartung und Degeneration – Genie und Wahnsinn – Naturwissenschaftliches Selbstverständnis Nordaus – Evolutionistische Ästhetik – Wahrnehmungsästhetik – Psychopathologie – Psychophysiologie – Baudelaire, Wilde, Nietzsche, Wagner, Zola, Rodin, Wiertz, Lombroso, Hirsch, Klassizismus, Romantik, Realismus, Präraffaeliten, Impressionismus, Symbolismus, Expressionismus etc.