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Sprache der Angst

Narrative Darstellung eines psychischen Phänomens in Kinder- und Jugendbüchern zum Holocaust

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Christine Pretzl

Die Untersuchung geht von der zentralen Fragestellung aus, was «Schreiben über den Holocaust» angesichts kindlicher und jugendlicher Rezipienten bedeutet und klärt insbesondere die altersgerechte Versprachlichung von Angst. Literaturwissenschaftliche und sprachwissenschaftliche Analysemethoden ergänzen sich dabei wechselseitig: Auf erzähltheoretischem Gebiet steht die Analyse der Erzählerrolle im Vordergrund. Den textlinguistischen Teil stützen im Wesentlichen der Thema-Ansatz von Lötscher und das Konzept der Isotopie. Alle untersuchten Texte unterscheiden sich deutlich von der Erwachsenenliteratur, indem ausschließlich aus einer auktorialen Erzählperspektive berichtet und der Kinderblick somit lediglich inszeniert wird. Dagegen können mit zunehmendem Lesealter der Rezipienten eine gesteigerte Komplexität der Thema-Struktur und signifikante Unterschiede in der Semantik bezüglich der Beschreibung von Angst aufgezeigt werden.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung der Holocaust-Literatur für Kinder und Jugendliche: Bestandsaufnahme und Forschungsüberblick – Strategien des Erzählens bei der Versprachlichung von Angst: Erzählperspektive / Thema-Struktur und Semantik – Didaktische Ansätze zur Holocaust-Thematik.