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Studien zum Werk Marina Cvetaevas

Das Epitaph als Prinzip der Dichtung M. Cvetaevas

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Marie-Luise Bott

Vor dem Hintergrund eines kommunikationsästhetischen Zugangs zur Lyrik der Moderne stellt die Arbeit das Prinzip dar, das M. Cvetaevas gesamtes Werk bestimmt: das Epitaph. Nach Darstellung von Struktur und Geschichte der Gattung wird das Epitaph in Verbindung gebracht mit dem besonderen Formprinzip und Dialogcharakter moderner Lyrik. An drei ausgewählten Beispielen aus dem Werk Cvetaevas fragt die Arbeit dann, in welcher ästhetisch wie sozialgeschichtlich aufschlussreichen Weise gerade diese Autorin des russischen Post- symbolismus zur Innovation des Epitaphs beiträgt, einer Gattung, die auf den ersten Blick aus der Dichtung des 20. Jahrhunderts ver- schwunden zu sein scheint. Da sie, zum Prinzip ästhetischer Rede erhoben, bei Cvetaeva mit den Übergang von Lyrik zu Narrativik motiviert, schliesst die Arbeit mit einer Analyse von Stoff- und Entstehungsgeschichte des «Krysolov», der in dieser Entwicklung den Wendepunkt markiert und ausdrücklich reflektiert, wie u.a. eine intertextuelle Kommentierung des Poems aufdecken kann.
Aus dem Inhalt: Struktur und Geschichte der Gattung Epitaph - Zum Ansatz einer kommunikationsästhetischen Analyse der Lyrik der Moderne - Das Epitaph als Prinizip der Dichtung M. Cvetaevas - Zur Stoffgeschichte ihres Verspoems «Krysolov» - Zu dessen inter- textueller Kommentierweise.