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Koloniale und postkoloniale Konstruktionen von Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft in der deutschen Alltagskultur

Series:

Marianne Bechhaus-Gerst and Sunna Gieseke

Dieser Band umfasst 30 Beiträge von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der internationalen Konferenz «Koloniale und postkoloniale Konstruktionen von Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft in der deutschen Alltagskultur», die im Oktober 2004 in Königswinter bei Bonn stattfand. Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlichster Disziplinen, wie z. B. Afrikanistik, Germanistik und Literaturwissenschaft, Kultur-, Geschichts- und Religionswissenschaft sowie Soziologie, diskutierten multidisziplinär und kontrovers über (post-)koloniale Ansätze, koloniale und postkoloniale Diskurse sowie über Konstruktionen von Afrika und von Menschen afrikanischer Herkunft in den unterschiedlichsten Bereichen der Alltagskultur. Die Konferenz markierte den Beginn einer wichtigen theoretischen wie anwendungsbezogenen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der genannten Thematik. Die unterschiedlichsten Positionen und Disziplinen wurden in Konfrontation und Dialog gebracht, um Veränderungen herbeizuführen und Nachhaltigkeit zu erreichen.
Aus dem Inhalt: Susan Arndt: «The Racial Turn»: Kolonialismus, weiße Mythen und Critical Whiteness Studies – Lisa Bokemeyer/Nadine Golly: Repräsentationen im Wissenschaftskontext - machtblind oder machtkritisch? – Anette Dietrich: Konstruktionen Weißer Weiblichkeit. Emanzipationsdiskurse im Kontext des Kolonialismus – El Hadj Ibrahima Diop: Die Hautfarbe der Aufklärung – Ingrid Jungwirth: «…to make one battle and one strategy out of a bewildering number of skirmishes». Weiße Normativität und das Modell kollektiver Identität in Erik H. Eriksons Identitätstheorie – Maguéye Kassé: Konstruktionen von Afrika im Globalisierungsprozess. Die Notwendigkeiten der interkulturellen Kommunikation – Martina Tißberger: «Wir wollten die Welt entdecken». Projekt(ion)e(n) der Zivilisation und feministisches Sendungsbewusstsein – Kodjo Attikpoe: (Post)kolonial- und Fremdheitsdiskurs: eine Analyse von Uwe Timms «Morenga» und Gerhard Seyfrieds «Herero» aus imagologischer Sicht – Esaïe Djomo: Literatur, Mission und Kolonialismus. Konstruktion des afrikanischen Machthabers und Putschsimulation im kolonialen Missionsdrama. Am Beispiel von Ledóchowskas Zaïda – Albert Gouaffo: Rezipieren - literarisch Verarbeiten - Vermitteln. Zur Konstruktion der kamerunischen Fremde durch die Jugendliteratur im Kaiserreich – Katharina von Hammerstein: «Dem edlen Männer-Auge ein Bild…» Ambivalenz der anti/kolonialen Repräsentation in Peter Altenbergs Ashantee (1897) ’ Pierre Kodjio Nenguie: Reisen, Kulturenvergleich und Selbstfindung im Medium der Ethnoliteratur. Zu Hans Paasches Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara in das innerste Deutschland – Gunther Pakendorf: Die Gegenwart des Vergangenen: Stephan Wackwitz’ «Ein unsichtbares Land» als postkolonialer Roman – Gregor Schröer: Im MultiKulti-Zoo. Überlegungen zu Beschaffenheit eines möglichen Wahrnehmungsmusters von «Afrika» am Beispiel von Peter Altenbergs «Ashantee» – Albert-Pascal Temgoua: The image of the Cameroonian woman in the German colonial literature – Lacina Yeo: Die Rehabilitation Subsahara-Afrikas in der deutschen Literatur nach 1960. Ein Beitrag zum postkolonialen Diskurs – Florian Carl: Reisen im kolonialen Raum: Musik, Macht und die Transformation des weißen Körpers – Andreas Eckl: Ora et labora: katholische Missionsfotografien aus den afrikanischen Kolonien – Wolfgang Fuhrmann: Der Herero-Krieg als filmische Inszenierung im frühen deutschen Kino – Sunna Gieseke: Afrikanische Völkerschauen in Köln und ihre öffentliche Wahrnehmung – Melanie Leucht/Franz Rudolf Menne: Konstruktion und Konzeption von Menschen afrikanischer Herkunft in Sammelbildern – Mathias Ludynia: «Neger vor Hütte» - Einige Anmerkungen zum Bild des Afrikaners in der deutschen Werbung – Julio Mendívil: Wenn die Trommel ruft: Zur Repräsentation von Afrika und Schwarzen im deutschen Schlager – Stefanie Michels: «Reichsadler und Giraffe». Askari am Grab von Lettow-Vorbeck – Lothar Pützstück: Afrika und schwarze InterpretInnen in der Schlager-, Pop und Rockszene der BRD – Erwin Ebermann: Afrikanische ZuwanderInnen in Wien: Vorurteile und Akzeptanz in wesentlichen Lebensbereichen – Maureen Maisha Eggers: Die Auswirkung rassifizierter (post-)kolonialer Figurationen auf die sozialen Identitäten von weißen und schwarzen Kindern in Deutschland – Nadine Golly: Postkoloniale Schwarze deutsche Erfahrungswelten im akademischen Kontext – Marga Günther: Adoleszente Bewältigungsstrategien männlicher und weiblicher Bildungsmigranten aus Guinea – Joachim Zeller: «Dunkle Existenzen» in Berlin. Die Präsenz Schwarzer Menschen im Spiegel weißer Ikonographien.