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Beharrung und Umbruch 1830 bis 1860

Karl Gutzkow auf dem Weg in die literarische Moderne

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Der liberale Schriftsteller, Kritiker und Publizist Karl Gutzkow (1811-1878) repräsentiert wie kein zweiter unter seinen Zeitgenossen eine ganze Literatengeneration. Zwischen epigonenhafter Erstarrung und radikalem Aufbruch in die literarische Moderne widersetzt sich der Wortführer des «Jungen Deutschland» und spätere Literaturpapst der Jahrhundertmitte der gängigen Epochenrubrizierung und ist des- halb lange nicht rezipiert worden. Unter Einbeziehung eines breiten realhistorischen Kontexts, aber auch philosophischer und kunst- theoretischer Tendenzen wird ein historisch angemessener Zugang zu Gutzkows vielfältiger Produktion entwickelt und mit dem über- lieferten Epochenbild konfrontiert. Mit erweiterten Wert- und Kunstkategorien wird gezeigt, dass Gutzkow in mancher Hinsicht Anteil hat an der Urgeschichte der literarischen Moderne.
Aus dem Inhalt: U.a. Kunst und Leben - Die Konzeption des jung- deutschen Wortführers / Die schöne Tat - Literatur als Utopie / Pro- bleme mit dem aufrechten Gang - Oder: von der Schwierigkeit, ein Bürger zu werden / Dialektik des Fortschritts - Die ästhetisch-po- litische Strategie Gutzkows in der zweiten Jahrhunderthälfte.