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Rechtsethik

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Michael Fischer and Michaela Strasser

Mehr denn je ist die Rechtswissenschaft zu einer Leitwissenschaft der Gesellschaft geworden. Zunehmend wird ihr Ansatz transdisziplinär, vor allem in Hinblick auf die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie auf die Kulturwissenschaften. Eine wesentliche Frage ist daher, welche Programme und Entwürfe einer Rechtsethik im 21. Jahrhundert belastbar und tragfähig sind, um das Leben der Menschen sinnvoll zu gestalten. Kulturalität und Subjekt, Menschenwürde und ihre Begründung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Ein strukturelles Spannungsfeld ist das Verhältnis der Rechtsethik zu den einzelnen rechtsdogmatischen Rechtsdisziplinen und der Rechtspraxis, das hier umfassend aufgegriffen wird. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Studien zur Gerechtigkeit. Was heißt Gerechtigkeit heute? Was sind ihre sozialen Perspektiven? Und vor allem, welche Rolle spielt die Generationengerechtigkeit in der Zukunft?
Aus dem Inhalt: Andreas Cesana: Normen und Kulturen – Kurt Seelmann: Menschenwürde: Ein Begriff im Grenzbereich von Recht und Ethik – Kurt S. Zänker: Europäische Wissenschaften und die Menschenwürde – Ota Weinberger: Der formale Approach in der Ethik – Günther Kreuzbauer: Ist Recht die bessere Ethik? – Reinhold Knoll: Kirche und Naturrecht – Stephan Kirste: Zeit und Rechtsethik – Michael Fischer: Hegels «Idee des Rechts» im kulturellen Kontext – Michaela Strasser: Die Ethikdebatte an der Schnittstelle von Recht, Politik und Gesellschaft – Johann J. Hagen: Zur Ethik des Rechtsstabs – Ludwig Adamovich: Recht und Ethik in der Zweiten Republik – Walter Berka: Verfassungsrecht: Dogmatik im Spannungsfeld von Politik und Macht – Friedrich Harrer: Ethik und Privatrecht – Klaus Firlei: Ethische Paradoxien am Ende der Arbeitsgesellschaft – Kurt Schmoller: Ethische Dispute im Strafrecht – Andrea Pawlowski: Neustart und Rechtsethik. Täterhilfe versus Opferhilfe? – Wolfgang Werdenich: Ethische Probleme der Arbeit im Strafvollzug mit besonderer Berücksichtigung der Zwangsbehandlung – Alfred Rinnerthaler: Vergleichendes Religionsrecht und vergleichende Religionsethik – Helmut Kohlenberger: Eine Skizze zur Gerechtigkeitsgeschichte – Gerhard Luf: Zur Rezeption moderner Gerechtigkeitstheorien in der österreichischen Rechtsphilosophie – Otfried Höffe: Soziale Gerechtigkeit - ein Zauberwort? – Klaus Firlei: Möglichkeiten und Grenzen einer situationistischen Ethik – Norbert Brieskorn: «Generationengerechtigkeit»: Anliegen - Einwände - Versuch einer Antwort – Brunhilde Scheuringer: Familie, Generationenbeziehungen und Gerechtigkeitsvorstellungen bei der Verteilung von Erbschaften – Hans Holzinger: Generationengerechtigkeit im Kontext der Nachhaltigkeit.