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Individualpsychologische Psychoanalyse

Klaus-Jürgen Bruder and Almuth Bruder-Bezzel

Individualpsychologische Psychoanalyse ist aus der Tradition der Individualpsychologie Alfred Adlers hervorgegangen. Adler rückte die Spannung von Macht und Ohnmacht oder das Streben nach Geltung und Macht als den kompensatorischen Versuch, Gefühle von Minderwertigkeit und Ohnmacht zu überwinden als den wichtigsten Antrieb für psychische Entwicklung in den Mittelpunkt seiner Psychologie. Er betrachtete den Menschen nicht als isoliertes Einzelwesen, sondern sah ihn in seinem sozialen Umfeld und in seiner sozialen Bezogenheit und mit sozialen Bedürfnissen (Gemeinschaftsgefühl). Neben einer Darstellung der historischen Entwicklung dieser psychoanalytischen Richtung werden in diesem Buch die wichtigsten Konzepte der Individualpsychologie in ihrem heutigen Verständnis dargestellt: Kindheitserinnerungen, Geschwisterkonstellation, Macht, Gemeinschaftsgefühl, Traum, Macht und Therapie. Das Buch geht aus einer Ringvorlesung des Alfred Adler Instituts Berlin an der Freien Universität Berlin hervor.
Aus dem Inhalt: Almuth Bruder-Bezzel: Die Entwicklung der Individualpsychologie aus dem Kreis von Freud – Gisela Eife/Karl-Heinz Witte: Das Individuelle in der Individualpsychologie – Karl Bald: Das Adlersche Konstrukt «Gemeinschaftsgefühl»: ein Entwurf des Menschen als sozialem Wesen – Klaus Ohm: Überlegungen zu Wert und Wahrheit in der Psychotherapie anhand der Interpretation früher Kindheitserinnerungen – Ulrike Lehmkuhl/Gerd Lehmkuhl: Die Bedeutung von Geschwistern in der Psychotherapie – Rainer Schmidt: Träume und Tagträume in der Individualpsychologie – Gerd Lehmkuhl/Ulrike Lehmkuhl: Dauer und Ziele individualpsychologischer Therapie – Klaus-Jürgen Bruder: Die Freudsche Erzählung von Ödipus als Mythos der Macht.