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Die Wiedergutmachung für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden 1945-1967

Von der moralischen Verpflichtung zur rechtlichen Pflichtübung

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Silvija Franjic

Diese Arbeit beleuchtet auf Basis bisher kaum berücksichtigten landesgeschichtlichen Quellenmaterials die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Wiedergutmachung für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden von 1945 bis 1967. Dargestellt werden die Maßnahmen der unmittelbaren Nachkriegszeit, die Anfänge der Entschädigung der Personenschäden und der Vermögensrückerstattung, die Entwicklung der Landesgesetzgebung bis hin zu den Konflikten mit der Wiedergutmachung nach Bundesrecht. Vor allem die systematisch ausgewählten Fallbeispiele von verfolgten Juden, Widerstandskämpfern, Kommunisten, Geistlichen, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Zwangssterilisierten usw. geben Einblicke darüber, wie die Nachkriegsgesellschaft mit der moralischen Verantwortung aus dem Dritten Reich umging.
Aus dem Inhalt: Die Arbeit der KZ-Betreuungsstelle in Karlsruhe 1945-1948 – Das Sonderfondsgesetz, besondere Rechte und Sondermaßnahmen für ehemals Verfolgte als Vorstufe der eigentlichen Wiedergutmachung – Vermögensrückerstattung – Vom Landes- zum Bundesentschädigungsgesetz – Die Wiedergutmachungsbehörde in Karlsruhe - Organisation, Arbeitsweise und Personal – Der Bereich der Gesundheitsbetreuung – Entschädigung im öffentlichen Dienst – Die ersten Jahre aus Sicht des Oberrats der Israeliten in Baden – Aus den Wiedergutmachungsfällen.