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Form und Sinn

Studien zur römischen Literatur

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Anton D. Leeman

Der Sinn literarischer Texte lässt sich nicht bestimmen ohne die formalen Elemente mit in Betracht zu ziehen. Das trifft in sehr hohem Masse für die römische Literatur zu, die überdies anderen Formgesetzen gehorchte als die modernen Literaturen. In 25 Aufsätzen aus drei Jahrzehnten hat der Verfasser versucht, Aspekte römischer Werke aus dieser Sicht zu erläutern. Diese Aufsätze beziehen sich z.T. auf die Rhetorik, deren Kenntnis nicht nur für die oratorische Literatur, sondern auch für andere Gattungen notwendig ist und für die Interpretation fruchtbar gemacht werden kann. Dasselbe gilt für manche dramatische Strukturen, die auch in anderen poetischen Gattungen und in historischen Texten die Formgebung mitbestimmt haben. Wichtig ist ebenfalls, die durch Tradition und Eigenart bestimmte Haltung und Absichten der Autoren aus Prologen und anderen programmatischen Texten genau zu klären. Manche Elemente zeigen einen topischen Charakter, der für die Entwicklung der Gattungen und für die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte wichtig war.
Aus dem Inhalt: Der Rhetorikunterricht in Rom - Vergils Georgica als Dokument der Humanität - Horaz und die anderen Satiriker über die Aufgabe der Satire - Petron und die Literatur seiner Zeit - Die Dramatisierung bei Tacitus.