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Reformpädagogik: Rezeption und Kritik in der Arbeiterbewegung

Quellenauswahl aus den Zeitschriften" Die Neue Zeit</I> (1883-1918) und "Sozialistische Monatshefte </I>(1895/97-1918)

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Christa Uhlig

Eine anspruchsvolle allgemeine und allen Heranwachsenden gleichermaßen zugängliche Bildung wurde von der Arbeiterbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts als ein Schlüssel für soziale, politische und geistige Emanzipation angesehen. Die Quellensammlung aus den theoretischen Zeitschriften Die Neue Zeit und Sozialistische Monatshefte bietet die Möglichkeit, das reiche pädagogische Gedankengut der Arbeiterbewegung wieder in das Bildungsdenken der Gesellschaft aufzunehmen und in historisch-systematischer Komplexität als eine Erkenntnisquelle humanistischer Pädagogik zu erschließen. Zeitlich rückt das wilhelminische Deutschland mit seinen schroffen Bildungswidersprüchen in den Blick. Inhaltlich steht die Haltung der Arbeiterbewegung zu den pädagogischen Reformbewegungen jener Zeit im Zentrum, mit denen sie sympathisierte und deren Grenzen ihr nicht verborgen blieben.
Aus dem Inhalt: Herausbildung proletarischer Bildungsinteressen – Personale Konstellationen im Umfeld der Sozialdemokratie und ihre Bedeutung für die Rezeption der Reformpädagogik – Biographische Exempel – Etablierung und Widersprüche sozialistischer Bildungsprogrammatik – Bildungstheoretische Ideen und Kontroversen in der Arbeiterbewegung – Inhalte und Medien der Rezeption – Rezensionen reformpädagogischer Schriften – Diskurse über Arbeitsschule, Sozialpädagogik, Kunsterziehung, Kinder- und Jugendliteratur und Sexualerziehung – Nähe und Distanz zu Ellen Key – Eigene Konzepte und Projekte für eine Bildungsreform.