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Kultur der Verneinung

Negatives Denken in Literatur und Philosophie des 19. Jahrhunderts

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Annett Kramer

Pessimistische Attitüde und verdrießliche Lebenseinstellung sind keine vorwiegend modernen Phänomene, sondern finden in der gesamten kultur- und bewußtseinsgeschichtlichen Entwicklung ihren Niederschlag. Jedoch fällt ins Auge, daß diese Präsenz im 19. Jahrhundert geradezu in einer Kultur der Verneinung kulminiert. Die Studie widmet sich den epochenspezifischen Erscheinungsformen und Prämissen jener pessimistischen Tendenzen und versucht, die zeittypische geistige Breitenwirkung negativer Denkmuster zu verdeutlichen. Der thematische Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse des Negativen in der Literatur. Aufgrund der kulturellen und geistigen Breitenwirkung negativer Denkformen werden aber auch Philosophie und Soziokultur in die Untersuchung einbezogen, da beide mit der Literatur im Thema «Pessimismus» konvergieren.
Aus dem Inhalt: Zur Ambivalenz negativen Denkens – Anthropologische Faktoren und kultureller Kontext – Der philosophische Diskurs: Schopenhauer, Bahnsen, Hartmann, Nietzsche – Negatives Denken als soziokulturelles Phänomen – Literarische Philosophen: Mainländer, Lorm, Hamerling – Philosophische Literaten: Busch, Dahn, Raabe, Fontane, Sacher-Masoch, Wagner – (Natur)Philosophische und literarische Vermittlungsversuche.