Show Less
Restricted access

Die sogenannten Durchgriffstatbestände im Privatrecht als Problem einer interessengerechten Risikoverteilung

Series:

Knut H. Franzmann

Zunehmende Insolvenzen und die geringe Aussicht eines ungesicherten Gläubigers auf eine Quote im Konkurs einer Kapitalgesellschaft verleihen dem Problem der Inanspruchnahme des beherrschenden Ge- sellschafters aktuelle Bedeutung. Die durchschnittliche Eigen- kapitalquote deutscher Unternehmen ist auf unter 20% gesunken. Gleichzeitig steigt die Zahl verbundener Unternehmen durch Betriebs- aufspaltungen und zunehmende Verflechtung.
In der vorliegenden Arbeit wird deswegen untersucht, ob eine In- anspruchnahme des beherrschenden Unternehmens durch die Gläubiger der abhängigen Kapitalgesellschaft aus allgemeinen Grundsätzen abgeleitet werden kann und welche Kriterien zur Abgrenzung der Tatbestände dienen können.
Aus dem Inhalt: Die Abhängigkeit der juristischen Person in der Rechtsprechung - Die Durchgriffslehren - Analyse und Kritik der Rechtsprechung - Kriterien für eine Begrenzung des Trennungs- prinzips - Der Einwendungsdurchgriff - Vergleich, Wertung und Aus- blick.