Show Less
Restricted access

Rechtsübersetzung und Rechtsvergleichung

Translatologische Fragen zur Interdisziplinarität

Series:

Sieglinde Pommer

Die Arbeit wurde mit dem Figdor-Preis für Sprach- und Literaturwissenschaften 2006 ausgezeichnet.
Im Unterschied zur Interdependenz von Sprache und Recht wurde der komplexen Beziehung von Rechtsübersetzung und Rechtsvergleichung in Theorie und Praxis bisher nur wenig Beachtung geschenkt. In der Studie wird das vielschichtige Verhältnis zwischen Rechtsübersetzung und Rechtsvergleichung genauer erforscht und systematisch aufgearbeitet. Für beide Disziplinen bilden sowohl ein Sprach- wie auch ein Rechtsvergleich die Grundlage, wird doch im Rahmen der Rechtsvergleichung Recht übersetzt, und auch das Übersetzen von Recht beruht auf rechtsvergleichenden Überlegungen. Nach einer Analyse der Besonderheiten der Rechtssprache werden zunächst die theoretischen Grundlagen untersucht und in der Folge interdisziplinäre Fragestellungen erörtert. Schließlich werden Schlußfolgerungen über die Natur der Interdisziplinarität von Rechtsübersetzung und Rechtsvergleichung gezogen, und es wird gezeigt, daß die Heranziehung und Weiterentwicklung rechtsvergleichender Theorien der Spezifizität der Rechtssprache bei der Methodik der Rechtsübersetzung am besten Rechnung tragen und ein interdisziplinärer Zugang verbesserte Übersetzungsstrategien hervorbringt.
Aus dem Inhalt: Interdependenz von Sprache und Recht – Charakteristika der Rechtssprache – Interkulturelle Fachkommunikation im Recht – Juristischer Fachwortschatz – Inäquivalenz der Rechtsterminologien – Übersetzbarkeit von Rechtstexten – Translatorische Relevanz von Textsortenkonventionen – Grundprinzipien und Methodik der Rechtsübersetzung – Interdisziplinäre Fragestellungen – Abgrenzungsproblematik – Anwendbarkeit von Methoden und Theorien der Rechtsvergleichung – Interdisziplinär-methodologisches Drei-Stufen-Modell zur Rechtsübersetzung – Theoretische und praktische Bedeutung der Interdisziplinarität.