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Die Haftung des Sekundärschädigers für Gewalttaten anderer im US-amerikanischen Deliktsrecht

ausgehend von dem Problem rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten

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Daniel Thelen

Ziel der Arbeit ist es, zivilrechtliche Sanktionsmöglichkeiten des US-Rechts neben der strafrechtlichen Verfolgung und dem Verbot einer rechtsextremistischen Partei oder Gruppierung, die sich der Begehung von Gewalttaten verschreibt, zu analysieren. In den USA sind solche Gruppierungen, die rechtsextremistische Gewalttaten begehen, durch die zivilrechtliche Verurteilung zur Zahlung von punitive damages in Millionenhöhe finanziell ruiniert worden. Dadurch ist deren Organisations- und Rekrutierungsarbeit erheblich zurückgegangen, was dazu führt, dass in dem beschriebenen Bereich auch die schweren Gewalttaten zurückgehen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Analyse der einzelnen Haftungstheorien des US-amerikanischen Deliktsrechts, vor allem der conspiracy, des aiding and abetting, der einzelnen Theorien des law of agency sowie der negligence in hiring. Auf dieselben Theorien werden auch Klagen gegen Personen im Hintergrund islamistisch-terroristischer Anschläge gestützt.
Aus dem Inhalt: Grundsätze der Haftungsmöglichkeiten für rassistisch motivierte Gewalttaten anderer im US-amerikanischen Deliktsrecht – Anwendung des gefundenen Rechts auf den Fall Berhanu v. Metzger – Faktische Probleme und Auswirkungen der hate crimes litigation.