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Körper und Diskurs

Zur Thematisierung des Unbewußten in der Literatur anhand von E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann</I>

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Ortwin Rosner

«Nathanael ist wahnsinnig», «Nathanael leidet an Realitätsverkennung» – solche Urteile und Diagnosen bestimmen grundlegend die Rezeption des legendären wie rätselhaften Textes Der Sandmann von E. T. A. Hoffmann. Sich dagegen zu wenden ist ein wesentlicher Antrieb dieser diskurskritischen Interpretation. Sie greift dabei in origineller Weise auf Texte der Psychiatrie- und Psychoanalysekritik, insbesondere auf den Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Felix Guattari, zurück. Der Autor entwickelt in dieser Studie eine umfassende und detaillierte Analyse des Sandmanns, untersucht das Verhältnis von Körper und Sprache und kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis: die Beziehungen der Personen der Erzählung sind zutiefst von der Struktur des Mißbrauchs geprägt.
Aus dem Inhalt: E. T. A. Hoffmanns Sandmann – Seine Rezeptionsgeschichte – Psychoanalyse und Psychoanalysekritik (Deleuze) – Körpermaschinen und Sprache – Verhältnis von Körper und Literatur – Diskursanalyse und Diskurskritik – Analyse der Mechanismen von diskursiver Ausgrenzung, verbaler Gewalt und von Missbrauch.