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Was wird aus Englischkenntnissen nach der Schule?

Eine Untersuchung zur Veränderung von Interimsprachen ehemaliger Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II

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Sigrid Schöpper-Grabe

Die nachschulische Veränderung von Englischkenntnissen ehemaliger Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II wurde in dieser explorativen Untersuchung analysiert. Methodisch sind die zugrunde gelegte Interimsprachenanalyse, die Schwerpunktsetzung auf die aktive Sprachkompetenz und die prospektiv untersuchten «Attrition»-Zeitspannen zu betonen. Die Ergebnisse zeigen die Langzeitwirkung der schulisch erlernten Englischkenntnisse. Zweieinhalb Jahre – und in zwei Fällen sogar 15 Jahre – nach dem Abitur hatten sich die Interimsprachen nur «kosmetisch», nicht funktional verändert. Durch einen mindestens siebenjährigen Lernprozess hatte sich offenbar ein so komplexes Sprachsystem herausgebildet, das vergessensresistent machte und auch ohne häufigen Sprachkontakt lange Jahre erhalten blieb.
Aus dem Inhalt: Fremdsprachenerwerb – Interimsprachenanalyse – Foreign Language Attrition Research – Vergessen von Fremdsprachenkenntnissen – Methodologische Implikationen – Untersuchung der Veränderung von schulisch erworbenen Englischkenntnissen nach Abschluss des aktiven Lernprozesses – Anwendbarkeit von Englischkenntnissen nach der Schule – Langzeitwirkung des Englischunterrichts.