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Das kirchenamtliche Dienstverhältnis von Laien

Die rechtliche Stellung des Laien in der Katholischen Kirche bei berufsmäßiger Ausübung von Kirchenämtern mit besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in den bayerischen (Erz-)Diözesen

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Jürgen Bethke

Mit dem Codex Iuris Canonici von 1983 hat sich der Begriff des Kirchenamtes gewandelt, insofern jetzt auch Laien Träger von bestimmten Kirchenämtern im vollen Rechtssinn sein können und das kanonische Ämterrecht auf sie anzuwenden ist. Das Kirchenrecht kennt seither den Fall, dass Laien durch hoheitliche Sendung zur berufsmäßigen Ausübung eines Dienstes in der Kirche bestellt werden und ihnen dadurch eine Rechtsstellung zuwächst, welche über die Grundstellung eines Gläubigen hinausreicht. Die Arbeit versucht, den Laien als berufsmäßigen Träger eines Kirchenamtes aus kanonistischer Perspektive zu erfassen und die Konsequenzen aufzuzeigen, welche sich dabei für den Dienstnehmer wie auch für den kirchlichen Anstellungsträger ergeben. Im Ergebnis zeigt sich, dass kirchenamtliche Dienstverhältnisse von Laien seitens der Kirche nicht allein nach den Vorgaben des weltlichen Arbeitsrechts behandelt werden können.
Aus dem Inhalt: Laien als Träger von Kirchenämtern in der katholischen Kirche – Begriff und Wesen des kirchenamtlichen Dienstverhältnisses – Berufsmäßiges kirchenamtliches Dienstverhältnis und Alimentationsprinzip: Umfang des kirchenrechtlichen Anspruches auf Versorgung und soziale Fürsorge – Dienstpflichten von Laien bei berufsmäßiger Ausübung eines Kirchenamtes und disziplinarrechtliche Ahndung von Dienstvergehen – Innerkirchlicher Rechtsschutz im Rahmen des Dienstverhältnisses – Kirchenamtliches Dienstverhältnis und weltliches Arbeitsrecht: Systematik und aktuelle Problemfelder.