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Der Almanach des «Blauen Reiters» als Gesamtkunstwerk

Eine interdisziplinäre Untersuchung

Jessica Horsley

Ziel dieser Arbeit ist es, den berühmten, von Franz Marc (1880-1916) und Wassily Kandinsky (1866-1944) herausgegebenen Almanach, Der Blaue Reiter (München 1912), aus neuer Perspektive zu untersuchen. Als vermutlich wertvollste Primärquelle der Moderne enthält der Almanach Aufsätze über bildende Kunst und Künstler sowie Musik, zahlreiche Abbildungen unterschiedlichster Kunstwerke, drei Partituren, ein Gedicht, einen Prosaauszug, einen Essay von Kandinsky über seine Theorie zur «Bühnenkomposition» sowie ein solches Werk ( Der gelbe Klang). Trotz umfangreicher Sekundärliteratur zum Blauen Reiter wurde der Almanach bisher nie in seiner Gesamtheit untersucht. Nur eine Analyse des Almanachs als Ganzes kann ihn als wichtigsten Versuch des zwanzigsten Jahrhunderts erweisen, ein Gesamtkunstwerk sowohl zu theoretisieren als auch zu exemplifizieren.
Aus dem Inhalt: Das «Geistige» in der Kunst – Die Formfrage – Die Vereinigung der Künste – Die Aufsätze über bildende Kunst und Künstler - Franz Marc: Die «Wilden» Deutschlands; David Burljuk: Die «Wilden» Russlands; Roger Allard: Kennzeichen der Erneuerung in der Malerei; Erwin von Busse: Die Kompositionsmittel bei Robert Delaunay; Kandinskys Nachruf auf Eugen von Kahler – Die Abbildungen - altdeutsche Buchillustrationen; ägyptische Schattenspielfiguren – Textbeiträge zur Musik - Leonid von Sabanejew über Skrjabins Prometheus; Nikolai I. Kulbin: Die freie Musik; Arnold Schönberg: Das Verhältnis zum Text – Analyse der drei Partituren von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton von Webern – Literatur - Mikhail Kusmins Gedicht; Wassili W. Rosanows Prosaauszug – Bühne - Kandinsky: Über Bühnenkomposition und Der gelbe Klang – Analyse des Almanachs als Gesamtkunstwerk.