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Die institutionelle Regelung ethnischer Konflikte

Eine vergleichende Analyse von vier Republiken in der Russischen Föderation

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Sven Christian Singhofe

Ethnizität ist zu einem der wesentlichen Bedingungsfaktoren innerstaatlicher Konflikte geworden. Die Frage nach den institutionellen Möglichkeiten der Regelung ethnischer Konflikte stellt sich daher mit neuem Gewicht. In Russland ist es zwischen 1989 und 1993 zu einer beträchtlichen Mobilisierung von ethnischen Gruppen gekommen. Die Souveränitätsforderungen seitens der nationalen Gebietseinheiten führten fast zum Zerfall des Staates. Nach Inkrafttreten der Verfassung von 1993 ließ die Mobilisierung der Gruppen jedoch nach und die ethnischen Konflikte verloren an Bedeutung. Insofern stellt sich die Frage, ob die Entwicklung auf die Wirkung der politischen Institutionen zurückzuführen ist. Dieser Frage geht die Untersuchung nach, indem sie ethnische Konflikte in vier nationalen Republiken Russlands (Burjatien, Tuwa, Tschuwaschien, Tatarstan) zwischen 1989 und 1998 vergleichend beschreibt und analysiert.
Aus dem Inhalt: Ethnische Konflikte als soziales Problem – Politische Wissenschaft und ethnische Konflikte – Ethnizität, ethnischer Konflikt und politische Institutionen (Begriffe, Theorien) – Die ethnischen Konflikte in Burjatien, Tuwa, Tschuwaschien und Tatarstan – Konfliktstrukturen in Burjatien, Tuwa, Tschuwaschien und Tatarstan – Die institutionelle Konfliktregelung – Die Verfassungsordnung der Russischen Föderation und der Schutz struktureller Minderheiten – Der Schutz struktureller Minderheiten durch die föderative Ordnung – Verfassungstechnische Empfehlungen und Ergänzungen.