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Amerikanisierung des Dramas und Dramatisierung Amerikas

Studien zu Ehren von Hans Helmcke

Manfred Siebald and Horst Immel

Der Band vereinigt Beiträge zur Entwicklung von Drama und Theater in Amerika und Kanada sowie zu Literaturbeziehungen zwischen Europa und Amerika am Beispiel des dramatischen Genres. Es wird die «Amerikanisierung des Dramas» nachgezeichnet, der Weg des Genres von seiner Ächtung in der Kolonialzeit bis zu seinem ersten Höhe- punkt bei O'Neill. Als Stationen auf diesem Weg werden College Exercises, Lesestücke, Melodramen und realistische Gestaltungen untersucht. Neben einer Anlehnung an europäische Vorlagen ist dabei immer stärker auch eine «Dramatisierung Amerikas», d.h. die Gestaltung spezifisch amerikanischer Stoffe aus Geschichte und Literatur, festzustellen: z.B. amerikanische Revolution, Probleme der Minoritäten im 19. und 20. Jahrhundert, «American Dream» etc. Parallel dazu verläuft die Entwicklung eigenständiger Formtypen und Dramentechniken.
Aus dem Inhalt: Die Situation des Dramas in Amerika im 17. und 18. Jahrhundert - Der «King Philip»-Stoff und John Augustus Stones Metamora (1829): Bemerkungen zur Rolle des Indianers in der amerikanischen Mythographie des frühen 19. Jahrhunderts - Dion Boucicaults «amerikanische» Dramen: Zum Problem der Abgrenzung von Nationalliteraturen in englischer Sprache - Der Bewusstseinsstrom im Roman und auf der Bühne: James Joyces Ulysses und Eugene O'Neills Strange Interlude - Arsenic and Old Lace: Eine schwarze Komödie - Leroy Jones'/Amiri Barakas Dutchman: Das Drama des schwarzen Baudelaire.