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Mitteleuropäische Avantgarden

Intermedialität und Interregionalität im 20. Jahrhundert

Series:

Pál Deréky, Zoltán Kékesi and Pál Kelemen

Die Beiträge dieses Bandes sind Fallstudien zur historischen Stellung der Avantgarden in Mitteleuropa. Sie untersuchen Fragen zur Literatur und Kunst der Ismen, eingebettet in ihre kultur- und medienhistorischen Zusammenhänge und interregionalen Austauschformen. Den Leitfaden der Beiträge bilden Fälle intermedialer Verflechtungen zwischen Sprache und Bild, Text und Performance sowie materieller und immaterieller Medien. Die Avantgarden verkörpern in dieser Hinsicht ein besonders spannungsreiches Feld. Sie verstärken die Dynamik von Verbindungs- und Abgrenzungsstrategien, die im Mediendiskurs des 19. und 20. Jahrhunderts immer gleichzeitig auftraten. Die Avantgarden haben radikale und intensive Formen dieser Dynamik hervorgebracht.
Aus dem Inhalt: Béla Bacsó: Vorbemerkungen zum Thema «Avantgarde» – Wolfgang Müller-Funk: Von der frühen Postmoderne zur verspäteten Avantgarde. Das österreichische Beispiel – Roland Innerhofer: Riten der Sprachauflösung. Funktionen des Performativen im Futurismus und Dadaismus – Pál Deréky: Konzepte der ungarischen literarischen und künstlerischen Avantgarde am Beispiel der Zeitschrift Út in Novi Sad (1922-1925) – Marina Dmitrieva: Ukrainische Avantgarde-Zeitschriften im internationalen Kontext – Rita Nemes: Raumstationen 1924-2004. Vor 80 Jahren erschien das Musik- und Theater-Sonderheft der Wiener Zeitschrift Ma – Amália Kerekes: Béla vergisst die Ismen. Béla Balázs’ Wiener Schriften zur ungarischen Avantgarde – Bernhard Fetz: Schrift. Film. Leben. Der Schriftsteller und Filmtheoretiker Béla Balázs – Imre J. Balázs: Multi-Level Discourse in György Szántó’s Prose in the 1920’s – Zoltán Kékesi: Der Medienkrieg der Künste um 1927 – Bernarda Katušić: Die kroatische konkrete Lyrik in der «hellen Kammer».