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Traum und Kino – ein (un)gleiches Paar

Ideologische Dimensionen des Kinoapparatus

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Sarah Kampl

Traum und Kino haben viele Gemeinsamkeiten, beide stehen in einer engen Beziehung zur menschlichen Psyche. Eine zentrale Rolle kommt in diesem Zusammenhang der Zentralperspektive und der Identifikation mit dem Blick der Kamera und den Charakteren im Film zu. Kino funktioniert ebenso auf der Basis des Realitätseindruckes; durch technische Mittel wird die Wirklichkeit möglichst perfekt nachgeahmt. Der/die Zuschauer/in agiert dabei ideologisch, bzw. fetischistisch, das heißt er/sie weiß, dass es sich nur um einen Film handelt, empfindet das Geschehen aber als real. Interessant an der Apparatustheorie ist die Auseinandersetzung mit der Perspektive, der Blickkonstruktion und der Subjektpositionierung im Kino. Dies sind auch die Themen der feministischen Filmtheorie, die die Blicke auf eine Genderdimension untersucht und Fragen nach Macht und der Möglichkeit eines weiblichen Genießens stellt.
Inhalt: Annäherung an das Kino aus interdisziplinärer Sicht (Medienwissenschaft, Soziologie, Philosophie und Filmtheorie) – Begriff der Ideologie – Historische Etappen der Begriffsgeschichte – Renaissance – Das 19. Jahrhundert (Karl Marx, Auguste Comte) – Frankfurter Schule – Theorie der ideologischen Staatsapparate (Louis Althusser) – Aktueller ideologietheoretischer und psychoanalytischer Ansatz von Slavoj Žižek – Skizzierung des Kinos als vielschichtiges, auf verdeckten und unbewussten Prozessen beruhendes, temporäres Ereignis – Positionierung des Subjekts – Traumsituation – Zusammenspiel von Sichtbarem und Unsichtbarem – Bedeutung der Zentralperspektive für die Blickkonstruktion – Identifikation mit dem Blick – Genderdimension.