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Emil Pindter als offiziöser Redakteur und «Kritiker» Otto v. Bismarcks

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Reinhard Schwarz

Die erst seit kurzem wieder lückenlos vorliegenden Tagebuchaufzeichnungen Emil Pindters ermöglichen die Nachzeichnung eines geschlossenen Tätigkeitsbildes des Chefredakteurs der «Norddeutschen Allgemeinen Zeitung», der aufgrund seiner exponierten Stellung im bismarckoffiziösen Medienbetrieb vielfach Gelegenheit hatte, hinter die Kulissen zu blicken, vor denen bedeutende weltgeschichtliche Ereignisse ihren Fortgang nahmen. Dass Pindter sich - bei aller Hochachtung vor der charismatischen Persönlichkeit Otto v. Bismarcks - eine kritische Distanz gegenüber den Vorgängen wahren konnte, die er miterlebte und zu einem gewissen Teil auch mitprägte, weist ihn als gewichtigen Publizisten seiner Zeit aus, dessen tägliche Aufzeichnungen eine nützliche und wertvolle Ergänzung des historischen und zeitungswissenschaftlichen Quellenmaterials der Reichsgründungszeit darstellen.
Aus dem Inhalt: Pindter und Aegidi - Restriktive Informationspolitik der Regierung - Pindter und Tiedemann - Pressepolitische Kontinuität unter Tiedemann, Rottenburg, Lindau und Bismarcks Söhnen - Ratgeber im Kreis um Bismarck - Die letzten Jahre unter Bismarck.