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Die Haftung des GmbH-Gesellschafters aus existenzvernichtendem Eingriff

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Ahmad Khonsari

Die Arbeit befasst sich mit der vom BGH begründeten neuen Fallgruppe der Durchgriffshaftung des GmbH-Gesellschafters, der Haftung aus existenzvernichtendem Eingriff. Die neue Haftung betrifft gläubigerschädigende Gesellschaftermaßnahmen, die von den gesetzlichen Kapitalerhaltungsvorschriften nicht ausreichend erfasst werden. Es handelt sich um die vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Gesellschaft gesetzten Ursachen für die Insolvenzreife und deren Folgen. Die Arbeit untersucht und präzisiert dogmatische Grundlage, Voraussetzungen und Rechtsfolgen. Dabei wird auch auf die frühere Rechtsprechung zum qualifizierten faktischen GmbH-Konzern eingegangen, um die Erkenntnisse aus jener Rechtsprechung für das neue Haftungskonzept fruchtbar zu machen. Die Arbeit tritt für eine Innenhaftungslösung im Sinne einer Schadensersatzhaftung wegen grob sorgfaltswidriger Fremdgeschäftsbesorgung ein. Sie zeigt auf, dass der Existenzvernichtungshaftung der Durchbruch gelungen ist, dem unzulänglichen Tatbestand der materiellen Unterkapitalisierung ein Ende zu bereiten und den gebotenen Gläubigerschutz durch ein hinreichend differenziertes und auf das notwendige Maß begrenztes Haftungskonzept zu gewährleisten.
Aus dem Inhalt: Gläubigerschutzdefizite im GmbH-Recht – Behebung mit Hilfe der Existenzvernichtungshaftung – Dogmatische Grundlage, Tatbestandsmerkmale und Rechtsfolgen – Lehren aus der Rechtsfigur qualifizierter faktischer Konzern – Durchgriffshaftung versus Innenhaftung – Schadensersatzhaftung wegen grob sorgfaltswidriger Fremdgeschäftsbesorgung – Notwendigkeit einer zusätzlichen konzernspezifischen Haftung – Verhältnis der Existenzvernichtungshaftung zu Vermögensvermischung, materielle Unterkapitalisierung und Institutsmissbrauch – Auswirkungen auf die Geschäftsführerhaftung – Existenzvernichtungshaftung unter europarechtlichen Gesichtspunkten.