Show Less
Restricted access

Kritik des Eigenkapitalersatzrechts

Zugleich ein Beitrag zur Stärkung des insolvenzrechtlichen Gläubigerschutzes

Series:

Simon Markus Beck

Das Eigenkapitalersatzrecht ist ein weitgehend gefestigter und unangefochtener Teil des Kapitalgesellschaftsrechts. Sein Grundgedanke ist, dass eine Finanzierung in der Krise nicht in einer bloßen Fremdkapitalzuführung bestehen darf und deshalb zu diesem Zeitpunkt gewährte Gesellschafterdarlehen zwangsweise als Eigenkapital zu behandeln sind. Diese Arbeit zeigt, dass trotz der breiten Zustimmung in Rechtsprechung und Literatur eine überzeugende Rechtfertigung des Eigenkapitalersatzrechts bisher nicht gelungen ist. Der durch das Eigenkapitalersatzrecht anvisierte Gläubigerschutz sollte daher dem Insolvenzrecht überlassen werden. Notwendig sind dann allerdings Verbesserungen bei der Handhabung des Überschuldungsbegriffs und ein neues, effektiveres Konzept der Insolvenzverschleppungshaftung.
Aus dem Inhalt: Darstellung des Eigenkapitalersatzrechts – Überblick zur historischen Entwicklung des Eigenkapitalersatzrechts – Heutiges System des Eigenkapitalersatzrechts – Kritische Analyse des Eigenkapitalersatzrechts – Elemente eigenkapitalersatzrechtlicher Dogmatik – Widersprüche innerhalb der Systematik des Eigenkapitalersatzrechts – Mangelnde Systemkonformität – Angemessener Gläubigerschutz durch Insolvenzrecht – Gesellschafterleistungen in der Krise als insolvenzrechtliches Problem – Gläubigerschutz bei Fortführung fortführungsunwürdiger Unternehmen durch rechtzeitige Insolvenzantragstellung und Insolvenzverschleppungshaftung – Gläubigerschutz bei vorzeitiger Rückgewähr einer Gesellschafterleistung durch Insolvenzanfechtung.